CO Founder

Das „Co“ in Co-Founder – Was einen guten Co-Founder auszeichnet.

Ein Startup aufzubauen, ist eine lange, teilweise sehr unbequeme und manchmal auch nervenaufreibende Reise. Die passenden Co-Founder und das richtige Team sind dabei das Fundament, um ein Startup auch durch schwierige Zeiten zum Erfolg zu führen. Aber was genau zeichnet einen guten Mitgründer aus und wie findest man die richtigen Co-Founder?

Co-Founder gewinnen

Die erste Aufgabe ist, eine klare Antwort auf die Frage “Warum soll ein Co-Founder mit uns gründen”? Viele Gründer, die ich treffe, suchen vor allem technische Co-Founder und sind nach 6 Monaten desillusioniert. Kein Wunder, als Entwickler stehen heute alle Türe und Tore offen. Wer einen starken Pitch und eine gute Idee hat, wird auch ein Co-Founder finden.

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Gemeinsame Visionen finden

Sprecht über die Ziele und Motivation und die Frage “Warum wollt ihr (gemeinsam) ein Unternehmen gründen?”. Die “Lust auf ein Startup” wird euch nicht weit bringen. Die Gefahr, dass ein Gründungsteam zerfällt, sobald es das erste Mal unbequem wird und die Gründungsromantik verflogen ist, ist sehr hoch. Sprecht viel miteinander und entwickelt eine gemeinsame Vision.

Arbeitet zusammen

Wenn ihr die Erfahrung noch nicht gemacht habt, arbeitet ernsthaft an eurem ersten Milestone oder einem Testprojekt für 3- 6 Monate. Wenn ihr in dieser Zeit keine vorzeigbaren Ergebnisse liefert, solltet ihr euch ernsthaft fragen, warum das bei einer gemeinsamen Gründung anders sein soll.

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Rollen definieren

Definiert auf Basis der ersten Zusammenarbeit eure Rollen und gegenseitige Erwartungen. Wer steht für was ein und wer kümmert sich um was? Welche Verantwortung liegt auf welchen Schultern? Woran wollt ihr euren gemeinsam Erfolg und den Beitrag jedes Einzelnen zum Gesamterfolg bewerten?

Equity vertreiben

Verteilt Equity auf Basis der Rollen und des Commitments. Wenn potentielle Co-Founder das Team z.B. erst bereichern können, wenn eine Finanzierung da ist, andere aber bereits früher starten können, weil sie finanziell unabhängiger sind, dann sollte sich das in der Equity Verteilung widerspiegeln. Wer sich früher voll comittet, trägt mehr Risiko, sollte deshalb auch mehr Equity bekommen. Vereinbart einen ordentlichen Gründungsvertrag und ein marktübliches Vesting. Vertrag kommt von “vertragen”.

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Regelmäßiger Austausch

Fangt an. Geht regelmäßig (einmal im Monat) in Retrospektiven, wie ihr eure Zusammenarbeit verbessern und optimieren könnt. Ein gutes Team ist das Resultat von harter Arbeit und fällt nicht vom Himmel, weil ihr abends ein Bier miteinander trinken geht. Gute Teams können Konflikte austragen, Entscheidungen treffen, liefern Ergebnisse und halten sich gegenseitig in hoher Verantwortung. Wenn ihr die Retrospektiven erfolgreich gestalten wollt, sucht euch einen Coach, der euch dabei begleitet.

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FAZIT

Co-Founder zu sein, heißt Teamplayer zu sein und mit all seiner Leidenschaft und seinen Stärken eine gemeinsame Vision zu unterstützen. Allerdings bin ich auch fest davon überzeugt, dass Gründungsteams einen Piloten brauchen. Einen Visionär, der die Welt ein wenig anders sieht. Gute Co-Founder lassen sich ein und helfen dem Visionär seine Vision umzusetzen, ohne blind zu folgen, aber auch ohne Eitelkeiten. Vielleicht ist es gerade deshalb schwieriger ein guter Co-Founder als ein guter Founder zu sein.

Meine Stärke ist es, Visionen zu formen und zu strukturieren. Vielleicht bin ich deshalb heute auch Berater und Coach. Aber es hat lange gedauert, diese Stärken und meine Rolle zu erkennen. Mit einem guten Gründungsteam könnt ihr alles schaffen.

Herzlichst

Ihr

 

Sven Monsig